Konfirmandenunterricht Wochenmodell A
Feb
Liebe Leserinnen und Leser!
Knallbunte Ostereier lachen mich an, Primeln und Tulpen gibt es auch wieder – „Es wird Frühling, juchhe!“ Und das schon Anfang Januar. Nein, Sie haben richtig gelesen. Kaum war Weihnachten vorbei, wurde alle Weihnachtsware samt Weihnachtsmännern aus den Regalen geräumt, um Platz zu schaffen für das nächste Fest: Ostern steht vor der Tür. Juchhe, es wird Ostern – Jesus ante portas, Jesus vor der Tür!
Stopp, Moment mal. Irgendwie geht mir das zu schnell. Was ist denn mit Passion und Karfreitag? Da geht es nicht um Feiern und Juchhe, sondern um Schmerz, Leid und Tod. Um den unbequemen Teil der Geschichte, den viele gern übergehen, wenn Ostereier schon lange vor Karfreitag in die Zweige gehängt werden. Doch Ostern gibt es nicht ohne Karfreitag.
Gott hat es sich etwas kosten lassen: „… dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, ewiges Leben haben“ (Joh. 3,16). Was Liebe wert ist, zeigt sich daran, was jemand bereit ist zu geben. Jesus war bereit, alles zu geben – sein Leben, sich selbst – für uns. Indem Gott die Tiefe unserer Existenz teilt, kann er uns auch im Leiden nahe sein. Dafür bin ich zutiefst dankbar: dass dieser Gott uns auch menschlich ganz nahe ist und um alles weiß, um alle Not, allen Schmerz, und auch um das Sterben und den Tod.
Und was den Tod betrifft: durch Jesu Auferstehung bekommen wir eine Perspektive über das irdische Leben hinaus: Die Perspektive Ewigkeit!
Am Ostermorgen ist das Grab leer. „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“, fragt der Engel die Frauen, die zum Grab gekommen waren. „Jesus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Diese Freudenbotschaft rufen wir uns in allen Ostergottesdiensten zu.
Ostern ist ein großer Neuanfang: Gottes Neuanfang mit uns und unser Neuanfang mit ihm. Was uns von Gott getrennt hat, wurde am Kreuz überwunden. Der Weg ist frei. Jesus ist der Weg. Er spricht: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!“ (Joh. 14,6).
Eine gesegnete Osterzeit wünscht Ihnen
Ihre Pastorin Miriam van der Staaij
Die aktuelle Ausgabe der Kirchenpost steht HIER zum Download bereit. Die gedruckte Ausgabe wird im September über die Umschau verteilt und liegt außerdem in unseren Kirchen und Gemeindehäusern zum Mitnehmen aus.
Sabine Ortlieb
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